Anfang der 1960er Jahre suchte die Bundespost ein Fahrzeug, das für die Brief- und Paketzustellung und für die Briefkastenleerung optimal zugeschnitten war. Die auf dem Markt befindlichen Automobiltypen schienen ungeeignet, daher wurde VW mit der Entwicklung eines neuen Fahrzeugs beauftragt. Aus Kostengründen wurde der Typ 147 genannte Wagen überwiegend aus Teilen anderer Modelle zusammengesetzt. Als Fahrgestell diente der Rahmen des VW Karmann-Ghia. Achsen, Motor und Getriebe stammten vom VW Käfer. Motorklappe und weitere Teile kamen vom VW-Transporter, Frontscheinwerfer vom VW 1500.
Ab 1964 wurde der VW 147 in den Westfalia-Werken gefertigt. Dort soll einer der Arbeiter gesagt haben: „(…) er sieht aus wie ein Fridolin!” Dieser Spitzname bürgerte sich sofort ein. Ein Jahrzehnt lang war er ein Standardfahrzeug der Bundespost; bis 1973 wurden 6.139 Fahrzeuge gebaut. In der Sammlung der Museumsstiftung befinden sich drei „Fridolin” in verschiedenen Ausführungen, etwa für die Briefzustellung oder die Leerung von Münzfernsprechern.
Ansprechpartnerin: Wilma Rüter, Museum für Kommunikation Berlin,
Telefon: +49 (0)30 713 027 30, E-Mail: w.rueter*mspt.de
