Hummer-Telefon

Das Hummer-Telefon (Téléphone-Homard) – im Originaltitel „Aphrodisisches Telefon" – ist eine 1936 entstandene Assemblage des spanischen Surrealisten Salvador Dalí (1904–1989). Es wurde zuerst im Mai 1936 in der Ausstellung surrealistischer Objekte der Pariser Galerie Charles Ratton gezeigt und gehört zu den bekanntesten Objekten Dalís. Es verbindet einen damals gebräuchlichen englischen Telefonapparat mit der bemalten Gipsattrappe eines Hummers.

Das im Museum für Kommunikation Frankfurt ausgestellte (funktionsfähige) Exemplar wurde für das Wohnhaus des mit Dalí befreundeten schottischen Sammlers Edward James hergestellt. Weitere Exemplare befinden sich im Museum Boymans van Beuningen in Rotterdam, in der Tate Gallery in London und in der National Gallery of Australia in Canberra. Zwei weiße Exemplare des „Lobster Telephone“ befinden sich im Minneapolis Institute of Arts und im Salvador Dalí Museum, St. Petersburg (Florida).

Das Hummer-Telefon ist Ausdruck für die in Dalís fiktiver Autobiografie „Das Geheime Leben“ geschilderte Lust, alles Technische ad absurdum zu führen: „Mein Leben lang gewöhnte ich mich nur schwer an die verwirrende, verblüffende „Normalität“ des Menschen in meiner Umwelt. (…) Ich verstehe nicht, dass man mir, wenn ich im Restaurant einen gegrillten Hummer verlange, nie ein gekochtes Telefon serviert;  (...) Eisgekühltes Telephon, minzgrünes Telephon, Telephon als Aphrodisiakum, Hummer-Telephon, in einem Zobelfell steckendes Telephon. (…) Edgar Allan Poe-Telephone, in deren Innerem sich eine tote Ratte verbirgt, Böcklin-Telephone, die im Innern einer Zypresse angebracht sind (…)“.

Ansprechpartner: Frank Gnegel, Museum für Kommunikation Frankfurt,
Telefon: +49 (0)6104 49 77 200, E-Mail: f.gnegel*mspt.de

Salvador Dalí, Hummer-Telefon oder Aphrodisisches Telefon, 1936, 4.0.34173

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Salvador Dalí, Hummer-Telefon oder Aphrodisisches Telefon, 1936, 4.0.34173