Deutsch-deutsche Briefwechsel zwischen 1949 und 1990

Die Zeit der deutschen Teilung zwischen 1949 und 1990 war eine besondere Zeit des Briefeschreibens. Familien und Freunde lebten voneinander getrennt in den beiden deutschen Staaten, und fast nur brieflich war es ihnen möglich, einen regelmäßigen Kontakt miteinander zu unterhalten. Darüber hinaus wurden auch neue Briefbeziehungen zwischen Bundes- und DDR-Bürgern geknüpft, und so gingen täglich zahlreiche Briefe über die innerdeutsche Grenze, die somit berwunden werden konnte, auch wenn es direkt nicht möglich war. Fast jeder Ostdeutsche und viele Westdeutsche erhielten in dieser Zeit, zumindest hin und wieder, sogenannte „Post von drüben“.

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Deutsch-deutsche Briefwechsel und die Postkontrolle

Die Unverletzlichkeit des Post- und Fernmeldegeheimnisses war im Artikel 8 der ersten Verfassung der DDR vom Oktober 1949 sowie im Artikel 31 der zweiten Verfassung der DDR aus dem Jahr 1968 garantiert. Dennoch wurde diese Verfassungsnorm in der Praxis vom Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der DDR ohne entsprechende gesetzliche Regelungen fortlaufend zur „Sicherheit des Staates“ gebrochen. Dabei galt die Suche nach geheimdienstlichen Verbindungen als oberstes Ziel.

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Von der Feldpost zum zivil(isiert)en Briefverkehr

Als nach dem 8. Mai in Deutschland die Waffen schwiegen, begann der langwierige und mühsame Weg der Rückkehr zu zivilen und zivilisierten Verhältnissen. Alles in Deutschland lag in Trümmern: Gebäude, Infrastruktur, Weltanschauungen. Die Befreiung, von vielen Deutschen zudem nicht als solche empfunden, brachte den Einzelnen zunächst jedoch nur bedingt die bürgerlichen Freiheiten und Möglichkeiten einer umfassenden freien Entfaltung. Das Land war in vier Besatzungszonen gespalten und wurde von den Militärbehörden der Siegermächte regiert. Diese gestalteten die Nachkriegsgesellschaften nach ihren Vorstellungen durchaus unterschiedlich.

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